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Schauspiel

Bernd Weißbrod

Koproduktion von Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart

Frauenzeitschriften mit millionenstarken Auflagen, eine stagnierende Gender Pay Gap, 80% der Hausarbeit von Frauen verrichtet – es steht nicht gut um die Gleichberechtigung. Und wenn es doch vereinzelt Frauen gibt, die ökonomisch und sozial selbstbestimmt sind, so befestigen diese tokens oft nur die streng biologische Einteilung der Welt in Mann und Frau. Das 1933 von dem Choreographen George Balanchine in Auftrag gegebene »ballet chanté« Die sieben Todsünden von Bertolt Brecht und Kurt Weill erzählt, wie die junge Frau Anna sich einer patriarchal organisierten Welt unterwerfen muss. Und auch zu Beginn des Jahres 2019 können nur Wenige selbstbestimmt leben. Eine, die das beispielhaft tut und so zu einer Ikone der Freiheit geworden ist, ist die kanadische Electroclash-Sängerin Peaches, die zusammen mit dem Staatsorchester Stuttgart, der Schauspielerin Josephine Köhler und dem Tänzer und Choreographen Louis Stiens auf der Bühne stehen wird, wenn die Staatsoper Stuttgart, das Stuttgarter Ballett und das Schauspiel Stuttgart in der ersten gemeinsamen Produktion seit 23 Jahren zusammenkommen. Ausgehend von Brecht / Weills Die sieben Todsünden inszeniert die Regisseurin Anna-Sophie Mahler einen Abend zwischen Oper und Club, zwischen Theater und Boxring.

Regie: Anna- Sophie Mahler featuring Peaches; Musikalische Leitung: Stefan Schreiber; Choreographie: Louis Stiens; Bühne: Katrin Connan; Kostüme: Marysol del Castillo; Dramaturgie: Katinka Deecke. Mit: Elliott Carlton Hines, Josephine Köhler, Gergely Németi, Peaches, Christopher Sokolowski, Florian Spiess, Louis Stiens, Melinda Witham

Premiere: Sa 2. Februar 2019 // 20:00 Uhr /

WIEDERAUFNAHME: Sa 7. März 2020, Di 17. März 2020, Fr 20. März 2020, So 22. März 2020