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Archiv für den Monat Dezember 2012

OPER IN DREI AKTEN VON LEOS JANACEK

THEATER BREMEN

Die Sache Makropulos„Die bereits am 10. November aus der der Taufe gehobene Neuproduktion von Janaceks „Die Sache Makropulos“ erwies sich als Musterbeispiel in Sachen hochkarätiger Regiearbeit. Der jungen Regisseurin Anna-Sophie Mahler ist mit ihrer Regiearbeit ein wahres Meisterstück gelungen.“ (DER OPERNFREUND)

Emilia Marty ist 337 Jahre alt und ihr gehen die Lebenskräfte aus. Eigentlich hängt sie nicht mehr am Leben, denn sie empfindet nur noch Leere und Einsamkeit. Allerdings hat sie wahnsinnige Angst vor dem Sterben und kann diesen letzten Schritt nicht tun. Sie tut alles dafür, ihr Leben nochmals zu verlängern. Am Ende der Oper will sie überraschenderweise aber doch den Tod. Und für diesen Moment, in dem sie sich entscheidet, ihr Leben zu beenden, schreibt Janáček so eine umwerfende Musik, dass dem Zuschauer schlagartig klar wird, wie besonders und schön dieses Leben ist. Das erinnert sehr an Schlingensief und den Titel seines Buches „So schön wie auf der Erde, kann es im Himmel gar nicht sein.“ Emilia bringt das in ihrer letzten Ansprache mit den Worten auf den Punkt: „Ihr Narren, ihr seid so glücklich, weil ihr zufällig eines dürft, sterben, wenn die Zeit da ist.“

Premiere am 10. November 2012 am Theater Bremen. Weitere Vorstellungen: 15., 21. und 26. November, 1. und 14. Dezember, 6., 13. und 25. Januar, 12. Februar, 3. März und 4. April 2013.

Besetzung: Patricia Andress, Heiko Börner, Christian-Andreas Engelhardt, Lusine Ghazaryan, Hyojong Kim, Martin Kronthaler, Loren Lang, Annamária Melkovics-Fehér, Zoltan Melkovics, Martina Parkes, Mihai Zamfir. Chor des Theater Bremen. Es spielen die Bremer Philharmoniker. Musikalische Leitung: Clemens Heil. Regie: Anna-Sophie Mahler. Ausstattung: Katrin Connan, Sophie Krayer. Chor: Daniel Mayr. Licht: Christopher Moos. Dramaturgie: Ingo Gerlach.

Kritiken (Auswahl):
Nordwest Zeitung, 12.11.2012
Der Opernfreund, 26.11.2012

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VON DAVID FOSTER WALLACE

HAU BERLIN

Madame Psychosis

Im Juni 2012 inszenierte Anna-Sophie Mahler zwei Teile des 24-Stunden Marathons „Unendlicher Spass“ von David Foster Wallace am HAU in Berlin: „Madame Psychosis“ mit Anne Ratte-Polle im Haus des Rundfunks und „Poor Tony Krause“ mit Damian Rebgetz im Fontane-Haus Reinickendorf.

Joelle van Dyne, Hauptdarstellerin des Films „Unendlicher Spaß“, cracksüchtig und extrem suizdal, war Geliebte von Orin und James Orin Incandenza und moderiert unter dem Pseudonym Madame Psychosis die depressive Mitternachtsshow „plus/minus sechzig Minuten mit Madame Psychosis“ auf dem semi-legalen studentischen Radiokanal „YYY-109, der größten Primzahl im UKW-Bereich“. Die Show wird aus dem Gebäude der Student Union des Massachusetts Institute of Technologiy gesendet. Viele SchülerInnen der E.T.A., allen voran Mario Incandenza, aber auch Insassen des Ennet House sind brennende Fans ihrer Sendung. Sie wird dermaßen „kultisch verehrt“, dass in gewissen „Chemiekreisen“ Metro-Bostons manchmal sogar die stark halluzigene Droge DMZ nach ihr benannt wird.
Am 2., 6., 9., 13., 16., 20., 23. und 27. Juni 2012 im Fernsehzentrum des RBB / Haus des Rundfunks. Darstellerin Anne Ratte Polle, Regie Anna-Sophie Mahler, Assistenz Rahel Spöhrer.

Poor Tony Krause
Poor Tony Krause (P.T. Krause) ist ein transsexueller Junkie mit Federboa auf Highheels, der einmal beinahe mit einer Mischung aus Abflussreiniger und Heroin vergiftet wurde….
Am 2., 6., 9., 13., 16., 20., 23. und 27. Juni 2012 im Fontane-Haus Reinickendorf. Darsteller Damien Rebgetz, Regie Anna-Sophie Mahler, Assistenz Rahel Spörer.

Zitiert aus dem Programmheft „Unendlicher Spaß. 24 Stunden durch den utopischen Westen“ Hg. Hebbel am Ufer, 2012